Hauptseminar: HS BA, LA GsHsRs: Abschied vom Industriezeitalter. Die Deindustrialisierung seit den 1970er Jahren - Details

Hauptseminar: HS BA, LA GsHsRs: Abschied vom Industriezeitalter. Die Deindustrialisierung seit den 1970er Jahren - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Hauptseminar: HS BA, LA GsHsRs: Abschied vom Industriezeitalter. Die Deindustrialisierung seit den 1970er Jahren
Untertitel Prüfungsform: Seminararbeit, Prüfungsumfang: 16-20 Seiten; Prüfungsdauer: 6 Wochen
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 25
Heimat-Einrichtung Neueste Geschichte
beteiligte Einrichtungen Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums, Neuere und Neueste Geschichte
Veranstaltungstyp Hauptseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mittwoch, 30.04.2025 10:00 - 11:30, Ort: (D-2128)
Leistungsnachweis Hausarbeit
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Lutz Raphael, Jenseits von Kohle und Stahl. Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom, Berlin 2019.
Jörg Arnold, The British Miner in the Age of De-industrialization, Oxford 2024.
Sebastian Voigt (Hg.), Since the Boom. Continuity and Change in the Western Industrialized World after 1970, Toronto u.a. 2021.

Räume und Zeiten

(D-2128)
Mittwoch: 10:00 - 11:30, wöchentlich (13x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

In den Jahrzehnten seit den 1970er Jahren brachen in den westlichen Industriestaaten in einem bis dahin ungekannten Ausmaß klassische Industrien zusammen. Besonders betroffen waren die Textil-, Kohle- und Stahlindustrie. Die Schließung großer Fabriken, Firmeninsolvenzen und Massenarbeitslosigkeit waren die unmittelbare Folge. Der ökonomische Niedergang einstmals blühender Städte und Regionen, tiefe soziale Verwerfungen und dramatische biographische Brüche gehörten zu den mittelbaren Folgen der Deindustrialisierung, genauso wie heftige politische Auseinandersetzungen (z.B. der Miners‘ Strike in Großbritannien 1984/85). In Osteuropa nach 1989/90 fiel die Systemtransformation mit der rapiden Deindustrialisierung ganzer Landstriche zusammen. Besonders auch in der doppelten deutschen Geschichte hat diese Erfahrung in der Erinnerungskultur tiefe Furchen hinterlassen.
Das BA-Hauptseminar führt in die Geschichte der Deindustrialisierung und damit in einen der folgenreichsten Transformationsprozesse der jüngsten Zeitgeschichte in der westlichen Welt ein. In einem multiperspektivischen Ansatz wird die Deindustrialisierung wirtschafts-, politik-, gesellschafts- und kulturhistorisch betrachtet.
Zum einen wird die Makroebene befragt werden: Welche Ursachen waren für den Zusammenbruch der Industrien verantwortlich? Wie gingen Staat und Politik damit um? Welche Konzepte wurden verfolgt, um neue ökonomische Zukunft zu gewinnen? Zum anderen werden die Dynamiken auf der Mikroebene untersucht: Was passierte in den betroffenen Firmen? Was bedeutete die Schließung von Fabriken für die Standorte? Wie agierten Gewerkschaften und Arbeitnehmer? Welche Folgen hatte die Arbeitslosigkeit für die Betroffenen und ihre Familien? Die Geschichte der Deindustrialisierung gehört international zu den derzeit produktivsten Forschungsfeldern der jüngsten Zeitgeschichte. Aus dieser aktuellen Forschung kann das Seminar schöpfen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "HS BA, LA GsHsRs SoSe 2025 NNG GETK NG".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 14.04.2025, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 16.04.2025 um 01:10 verteilt.