Proseminar: PS Jüdisches Leben erzählen und vermitteln - Details

Proseminar: PS Jüdisches Leben erzählen und vermitteln - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Proseminar: PS Jüdisches Leben erzählen und vermitteln
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 35
Heimat-Einrichtung Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Professur)
Veranstaltungstyp Proseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Dienstag, 29.04.2025 15:45 - 17:15, Ort: (BCM, 8017)
Leistungsnachweis Wöchentlich zu erstellendes, einen Tag vor der Sitzung auf digicampus einzustellendes Thesenpapier (2x aussetzen ist möglich); Vorbereitung eines Impulsreferats mit anschließend auf digicampus einzustellender PPP im Rahmen einer Arbeitsgruppe (50%); Abschlussklausur (50%)
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Grundlage des Seminars ist eine exemplarische Textauswahl, die zu Semesterbeginn auf digicampus zur Verfügung gestellt wird.
ECTS-Punkte 3 - 10

Räume und Zeiten

(BCM, 8017)
Dienstag: 15:45 - 17:15, wöchentlich (12x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Das 19. Jahrhundert gilt in Deutschland als das Jahrhundert der jüdischen Emanzipation. Im Gefolge der Aufklärung sahen Autorinnen und Autoren ihre vordringliche Aufgabe darin, zwischen den Lebenswelten der jüdischen Minderheit und der christlichen Mehrheitsgesellschaft zu vermitteln. Es entstand das Genre der Ghettogeschichte, Erzählungen, in denen jüdische Religion und Traditionen anschaulich gemacht und einem interessierten, doch uninformierten Publikum erläutert wurde. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts richteten sich diese Erzählungen zunehmend auch an das säkulare Judentum, das seine Hoffnungen in die 1871 endlich erreichte rechtliche Gleichstellung enttäuscht sah und sich (wieder) auf seine Religion zurückbesinnen wollte.
Untersucht wird anhand ausgewählter Erzählungen und Romanauszüge, wie darin das Verhältnis von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit verhandelt wird. Auch die Aushandlung innerjüdischer Spannungsverhältnisse wird hier deutlich. Ost ist sie gestaltet in der Differenz zwischen säkularer, sittenloser (Groß-)Stadt und dörflichem Ghetto, dessen Bewohner:innen noch fest in ihrem Glauben verankert und geborgen sind. Die Mehrzahl dieser Erzählungen und Romane spielt in Osteuropa, entsprechend wird in ihnen auch das Verhältnis von Ost- und Westeuropa verhandelt, auch dies wird Gegenstand der Überlegungen sein.
Grundlage des Seminars ist eine exemplarische Textauswahl, die zu Semesterbeginn auf digicampus zur Verfügung gestellt wird.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: PS Erzähltes Judentum".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 14.04.2025, 23:59.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 16.04.2025 um 23:59 verteilt.