Seminar: Seminar (MA): Grenzkonflikte an den ‘Grenzen des Sozialen’ – Lebensbeginn und Lebensende - Details

Seminar: Seminar (MA): Grenzkonflikte an den ‘Grenzen des Sozialen’ – Lebensbeginn und Lebensende - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: Seminar (MA): Grenzkonflikte an den ‘Grenzen des Sozialen’ – Lebensbeginn und Lebensende
Veranstaltungsnummer SOW-4500/01; SOW-6303/04
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 25
Heimat-Einrichtung Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 24.04.2025 11:45 - 13:15, Ort: 2119 Geb. D (30 Pl.) [PhilSoz]
Art/Form Blockveranstaltung
Leistungsnachweis siehe Modulhandbuch; Beteiligungsnachweis (Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe) und schriftl. Hausarbeit
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Sonstiges siehe Seminarplan (vor Veranstaltungsbeginn im Digicampus verfügbar)
ECTS-Punkte 9

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Geburt und Tod sind aus soziologischer Perspektive nicht einfach nur biophysische Erscheinungen, keine rein körperlichen Vorgänge, sondern gesellschaftlich organisierte sowie kulturell präformierte Prozesse, welche die sozialen Beziehungen und den sozialen Status von Individuen auf der existenziellen Ebene der Mitgliedschaft in der gegebenen Gesellschaft betreffen. Somit sind Lebensbeginn und Lebensende in jeder Gesellschaft entlang je spezifischer Normen, Werte, Rollenerwartungen sowie Positions- und Identitätszuschreibungen institutionell geregelt. Durch die jeweiligen institutionellen Praktiken – von der Zeugung über die Geburt bis hin zu den damit verbundenen ‚rites de passages‘ (van Gennep) oder von der Mitteilung einer 'tödlichen Diagnose' über die verschiedenen Stationen eines Sterbensprozesses bis hin zu Trauerritualen – werden die betreffenden Individuen zur sozialen Gemeinschaft, der sie angehören sollen oder der sie angehört haben, d.h. also mit den 'Schon-Lebenden' oder 'Noch-Weiterlebenden' auf je eigene Art und Weise in Bezug setzt. Diese Regelungen, Vorgaben und Praktiken unterliegen dem sozialen Wandel bzw. können als Indikatoren für grundlegende gesellschaftliche Wandlungsprozesse gelten – zumal in modernen, medizintechnisch dominierten Gesellschaften. Das Seminar wird vor diesem Hintergrund aktuelle Kontroversen und Konflikte um die Grenzen des menschlichen Lebens aus diskurs-/dispositivanalytischer Perspektive und eingestellt in einen reflexiv modernisierungstheoretischen Theorierahmen diskutieren.
Die Veranstaltung wird als Blockveranstaltung mit insgesamt drei inhaltlichen Blöcken durchgeführt: 1) begrifflich-theoretische Grundlagen, 2) Lebensbeginn und 3) Lebensende. Die bereitgestellten und im Seminar erarbeiteten Lehrmaterialien werden sukzessive im Digicampus verfügbar sein, die Seminartreffen erfolgen zu Terminen, die zu Semesterbeginn gemeinsam mit allen Teilnehmenden vereinbart werden. Der Termin für das erste Treffen zur Seminarorganisation wird spätestens unmittelbar vor Beginn der Vorlesungszeit bekannt gegeben.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Seminare Soziologie/Sozialkunde SoSe 2025".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 01:00 bis 14.04.2025, 20:00.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 14.04.2025 um 11:22 verteilt.