Proseminar: Proseminar Von der Pennsylvania Railroad zum Dust Bowl: Umwelt, Kapital und Konflikt in den USA - Details

Proseminar: Proseminar Von der Pennsylvania Railroad zum Dust Bowl: Umwelt, Kapital und Konflikt in den USA - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Proseminar: Proseminar Von der Pennsylvania Railroad zum Dust Bowl: Umwelt, Kapital und Konflikt in den USA
Untertitel 3-stündig
Veranstaltungsnummer 16
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 20
Heimat-Einrichtung Professur für Globale Umweltgeschichte und Environmental Humanities
beteiligte Einrichtungen Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums, Neuere und Neueste Geschichte, Neueste Geschichte
Veranstaltungstyp Proseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 08.05.2025 13:15 - 15:30, Ort: (D-1011)
Voraussetzungen Teilnahme für Studierende der Umweltethik nur möglich, wenn ein Modulabschluss in M5 oder M8 in Form einer Hausarbeit angestrebt wird.
Leistungsnachweis Prüfungsform: Seminararbeit 16-20 Seiten, Prüfungsdauer: 6 Wochen
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Weitere Unterrichtssprache(n) englisch
Literaturhinweise Zur Vorbereitung des Proseminars wird empfohlen, die Kapitel 3-6 zu lesen, in:
Mauch, Christof; Ortlepp, Anke; Heideking, Jürgen (2020 [1996]): Geschichte der USA. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag (= UTB, Bd. 1938).

Zudem werden empfohlen,
Howe, Daniel Walker (2007): What Hath God Wrought: The Transformation of America, 1815-1848. Oxford, New York: Oxford University Press.
White, Richard (2017): The Republic for Which It Stands: The United States during Reconstruction and the Gilded Age, 1865-1896. Oxford, New York: Oxford University Press.

Räume und Zeiten

(D-1011)
Donnerstag: 13:15 - 15:30, wöchentlich (10x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Um die künstliche Produktion von Lachs in eigens dafür konstruierten Brutstationen, sogenannten hatcheries, massiv auszuweiten und so die Stabilität der Fischbestände im nordwestlichen Pazifik für den Export besonders nach Europa zu sichern, zeichnete der demokratische Abgeordnete William Sulzer bei einer Anhörung im U.S.-Kongress im Jahre 1902 ein dramatisches Bild. Sollten sich die Abgeordneten gegen eine Ausweitung von hatcheries in Alaska, dem 1867 vom russischen Zarenreich erworbenen U.S. Territorium, entscheiden, so drohe nichts weniger als eine vollständige Auslöschung der Spezies. Dem Lachs, so argumentierte Sulzer, stehe das gleiche Schicksal bevor wie etwa den atlantischen Fischbeständen oder dem Bison, deren Bestände im Laufe des 19. Jahrhunderts dramatisch reduziert worden waren. Könnte so Umweltschutz im Schatten industrieller Expansion aussehen?
In der Tat wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Folgen unübersehbar, die mit der rasanten Industrialisierung der Vereinigten Staaten verknüpft waren: von Aschewolken und verseuchten Gewässern in Chicago zu den Gold- und Silberminen im Amerikanischen Westen; von den Baumwoll- und Reismonokulturen im Süden zur Entstehung einer industrieller Weizen-, Mais- und Fleischproduktion im Mittleren Westen sowie in den Great Plains; vom Bau von Wasserstraßen und Kanälen zu Eisenbahn und Stahlindustrie. Ebenso wenig wie sich die Industrialisierungsgeschichte der USA in dieser Zeit von ihren umweltlichen Bedingungen und Effekten ablösen ließe, so lässt sie sich von den gewaltigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen trennen, mit denen nicht nur eine koloniale Mittel- und Oberschicht konfrontiert war, sondern ebenso Arbeiterinnen und Arbeiter, Einwanderer aus Europa und Asien, Sklavinnen und Sklaven sowie Angehörige der zahllosen indigenen Nationen, die dem Druck von Landnahme, Gewalt und Assimilation ausgesetzt waren.
Das Proseminar rückt die Vielgestaltigkeit der Industrialisierung in den USA zwischen ca. 1840 und der Great Depression ins Zentrum des Interesses. Wie lassen sich Geschichten der Industrialisierung entwickeln, die weder ‚die Umwelt‘ zur passiven Ressource degradieren noch auch die Rolle von Kredit und Investment in der kapitalistischen Ökonomie unterschätzen? Wie blickten diejenigen, die sich an den Rändern der weißen, männlich-dominierten U.S.-amerikanischen Siedlergesellschaft befanden auf diese Prozesse und welche Rollen nahmen sie darin ein? Das Proseminar wird diese Fragen auf Grundlage einer systematischen Verschränkung wirtschafts- und umwelthistorischer Studien mit einem Bewusstsein für die kolonialen Konstellationen, die die Industrialisierungsgeschichte der USA kennzeichnen, diskutieren.
Die Fachliteratur wird zum allerüberwiegenden Teil in englischer Sprache abgefasst sein. Ein entsprechendes Mindestmaß an englischer Sprachkenntnis wird vorausgesetzt. Der Unterricht selbst findet in deutscher Sprache statt; die Möglichkeit einer bilingualen Veranstaltung (Deutsch-Englisch) besteht.
Die zentralen Prüfungsleistungen bestehen in der Ausarbeitung einer Seminararbeit im Umfang von 16-20 DIN A4-Seiten, deren Ausfertigung innerhalb des Proseminars begleitet wird. Darüber hinaus werden die teilnehmenden Studierenden die Vorbereitung und Moderation einer Diskussion im Seminar übernehmen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Zeitgesteuerte Anmeldung: Proseminar Von der Pennsylvania Railroad zum Dust Bowl: Umwelt, Kapital und Konflikt in den USA".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 16.04.2025 um 02:00 verteilt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 14.04.2025, 23:59.