Proseminar: PS/Ü: Decolonizing Literary Studies: How to Approach Indigenous Literatures - Details

Proseminar: PS/Ü: Decolonizing Literary Studies: How to Approach Indigenous Literatures - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Proseminar: PS/Ü: Decolonizing Literary Studies: How to Approach Indigenous Literatures
Untertitel Examples from Northern Europe and North America (Theorieseminar)
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 11
erwartete Teilnehmendenanzahl 16
Heimat-Einrichtung Vergleichende Literaturwissenschaft/ Europäische Literaturen
beteiligte Einrichtungen Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung
Veranstaltungstyp Proseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 24.04.2025 14:00 - 15:30
Voraussetzungen Das Seminar stellt Lektüre, Referat, (Selbst-)Reflexion, Diskussion und Textproduktion in den Mittelpunkt der Unterrichtsaktivitäten. Inhaltlich liegt der Fokus auf Theorien und Methoden (vermittelt durch Sekundärtexte) sowie auf Analyse und Interpretation (von ausgewählten Primärtexten indigener Autor*innen aus Nordeuropa und Nordamerika). Ziel ist dabei eine Dekolonisierung des eigenen literatur- und kulturwissenschaftlichen Handelns.
• Lektüre: Die Teilnehmenden lesen wöchentlich die dafür vorgesehenen Texte als Vorbereitung auf die Sitzung.
• Referat: Über das Semester hinweg halten die Teilnehmenden mehrere Kurzreferate (10–15 Minuten), die die Kernaussagen der Sekundärtexte prägnant und auf einer abstrahierenden Metaebene zusammenfassen.
• (Selbst-)Reflexion und Diskussion: Die gelesenen und in Kurzreferaten vorgestellten Texte werden reflektiert und diskutiert. Die Teilnehmenden leiten Diskussionen an und übernehmen Moderationsaufgaben.
• Textproduktion: Wöchentlich werden Texte in Word/am Laptop im Umfang von ca. 1 DIN A4-Seite zu konkreten Aufgabenstellungen verfasst. Entwürfe können teilweise analog von Hand angefertigt werden (Papier und Stift).
• Technische Ausstattung: Ein internetfähiges Gerät (Laptop oder Tablet) ist erforderlich, da gemeinschaftlich auf der digitalen Plattform MURAL gearbeitet wird.
Voraussetzung sind ferner die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme sowie Freude und Interesse an der Verknüpfung dieser Aktivitäten und Inhalte in der Gruppe.
Leistungsnachweis Prüfungsanforderungen zum Erwerb von Leistungspunkten:
Regelmäßige und aktive Teilnahme am Unterricht, siehe die Beschreibungen unter "Voraussetzungen".
Seminararbeit im Umfang von maximal 15 Seiten (zuzüglich Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Literaturverzeichnis, Anhänge). Für die Anfertigung der Hausarbeit sind das „Style Sheet für Hausarbeiten“, die „Eidesstattliche Versicherung“ und die „Informationen der Fakultät zu Plagiaten“ auf der Webseite der Komparatistik zu beachten: https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philhist/professuren/germanistik/komparatistik/ba-vergleichende-literaturwissenschaft/
Abgabe bis spätestens 01.10.2025, als eine einzige pdf-Datei in Form eines Uploads im Ordner „Ordner für die Abgabe der Hausarbeit (Datei-Upload)“ auf Digicampus.

Modulzuordnungen:
VGL-1112: Literaturtheorie / Methoden der Textanalyse 2
o als PS (Anmeldung zur Modulprüfung, Modul wird mit einer Seminararbeit abgeschlossen)
oder
o als Übung (keine Seminararbeit, Modul wird in einem anderen Seminar abgeschlossen; erforderlich ist nur die Erfüllung der Voraussetzungen (= Teilnahmebedingungen) wie z. B. Referat, regelmäßige Mitarbeit etc.)

ZLB-2005:
o Interdisziplinäres Profilmodul 5: Horizonterweiterung: Literatur, Kultur, Natur, Sprache, Medien (Freier Bereich der Lehramtsstudiengänge, Modul wird mit einer Seminararbeit abgeschlossen)
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Zur Vorbereitung auf die erste Sitzung werden die Teilnehmenden gebeten, folgende Literatur zu lesen:

- Cariou. Warren 2020: “On Critical Humility.” Studies in American Indian Literatures, Volume 32, Numbers 3-4, Fall-Winter 2020, 1-12.

- Wilson, Shawn. 2007: "Guest editorial: What is an Indigenist research paradigm?." Canadian Journal of Native Education 30.2 (2007). https://ojs.library.ubc.ca/index.php/CJNE/article/view/196422

Beide Texte stehen ca. eine Woche vor der ersten Sitzung zum Download auf Digicampus zur Verfügung.

Räume und Zeiten

Keine Raumangabe
Donnerstag: 14:00 - 15:30, wöchentlich

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Vergleichende Indigene Literatur- und Kulturstudien erfordern Ansätze, die jenseits derjenigen einer eurowestlich geprägten Literaturwissenschaft sowie jenseits postkolonialer Theorien und Methoden liegen. Im Seminar werden entsprechende Vorgehensweisen sowie deren theoretische Grundlagen und praktische Anwendung erarbeitet und eingeübt. Mögliche Schwerpunkte hierbei sind Positionalität (Positionality), Forschungsethik (Ethics), Allianzen (allyship), kritische Demut (critical humility), sprachliche Reflexion und Zugänglichkeit bzw. Übersetzungen von indigenen literarischen Texten (Translation), Indigenistische Forschung basierend auf Respekt, Reziprozität und Relationalität sowie indigene Ästhetiken (Aesthetics). Im Vordergrund stehen dabei z. B. folgende Fragen: Wie lassen sich Gleichgerechtigkeit und Dekolonisierung authentisch in literatur- und kulturwissenschaftlichem Handeln umsetzen? Welche Herausforderungen entstehen durch die Rezeption von Übersetzungen indigener Texte? Wie kann ein respektvoller Dialog zwischen indigenen und nicht-indigenen Literatur- und Kulturschöpfenden und -schöpfungen, Forschenden, Lehrenden und Studierenden gestaltet werden?
Die Teilnehmenden arbeiten mit wissenschaftlicher Literatur und reflektieren ihre eigene Position in dekolonisierungssensiblen „Positionality Statements“. Sie setzen sich kritisch mit dem Verhältnis von „Indigenous“ und „Western discourses“ auseinander und üben eine auf Respekt basierende Analyse und Interpretation indigener Texte ein. An Beispielen von indigenen Texten aus Nordeuropa und Nordamerika thematisiert das Seminar Herausforderungen für eurowestlich geprägte Forschende, Lehrende und Studierende, wie etwa Unsicherheiten im Zugang zu indigenen Wissenssystemen, Textverständnis und schwer zugänglicher Literatur. Es wird vermittelt, wie respektvolle Dialoge angestoßen werden und funktionieren können, wie mit Sprachbarrieren umgegangen werden kann und dass die Anerkennung von „Schweigen“ und ausbleibenden Antworten als Teil des Dekolonisierungsprozesses bedeutsam sein kann.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Allgemeine Anmeldephase SoSe 2025".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 00:00 bis 14.04.2025, 23:59.