Proseminar: PS "Das Sentimentale vom 18. Jahrhundert bis New Adult" - Details

Proseminar: PS "Das Sentimentale vom 18. Jahrhundert bis New Adult" - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Proseminar: PS "Das Sentimentale vom 18. Jahrhundert bis New Adult"
Semester SS 2025
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
maximale Teilnehmendenanzahl 15
Heimat-Einrichtung Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Professur)
Veranstaltungstyp Proseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Dienstag, 29.04.2025 11:45 - 13:15
Voraussetzungen - aktive und engagierte Teilnahme
- Vorbereitung der zu lesenden Texte
- Interesse an Literatur des 18. Jahrhunderts
- Bereitschaft, Texte in Frakturschrift zu lesen
Leistungsnachweis - Kurzpräsentation
- Seminararbeit
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise zur Einführung:
- Dorschel, Andreas (2005). Sentimentalität. Über eine Kategorie ästhetischer und moralischer Abwertung. In: Perspektiven der Philosophie 31 (2005), 1, S. 11-22.
- Friedrich Schiller: Über naive und sentimentalische Dichtung (1796). In: Ders.: Theoretische Schriften. Text und Kommentar. Hg. v. Rolf-Peter Janz. Frankfurt a. M. 2008, S. 706-810.
- Nünning, Vera: The affective value of fiction presenting and evoking emotions. In: Jandl, Ingeborg (u.a. Hrsg.): Writing Emotions: Theoretical Concepts and Selected Case Studies in Literature. transcript Verlag, 2017, S. 29-54.
- Pikulik, Lothar: Die Mündigkeit des Herzens: Über die Empfindsamkeit als Emanzipations- und Autonomiebewegung. Aufklärung, 13 (2001), S. 9-32.
- Kappelhoff, Hermann (u.a. Hrsg.): Emotionen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin 2019.
ECTS-Punkte 3 - 10

Räume und Zeiten

Keine Raumangabe
Dienstag: 11:45 - 13:15, wöchentlich

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

"Entfernen Sie aber ja diese sentimentalen Eindrücke nicht, und geben Sie denselben einen Ausdruck, so oft Sie können" (Schiller an Goethe, 1797)
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ‒ zunächst in England ‒ ein Wort, sentimental, zum Bestseller und Impulsgeber einer die Gefühle neu in den Blick nehmenden Literaturströmung. Der Zeitraum zwischen 1740 und 1780 ist in der deutschsprachigen und mitteleuropäischen Literaturgeschichte geprägt von sentimentalen Romanen, gefühlvoller Lyrik, empfindsamen Briefen, rührenden Komödien und Mitleid erregenden Dramen. Sehr bald jedoch wurden distanzierende und parodierende Stimmen laut, die unter Sentimentalität lediglich „das Nachahmen und Aufsuchen des Gefühls, das Schauspielen mit dem Edelsten, was nur im Spiele damit verloren gehen kann“ (Achim von Arnim) verstanden. Der Philosoph und Autor Friedrich Theodor Vischer beschrieb zur Mitte des 19. Jahrhunderts „Sentimentalität“ als „absichtliches Schwelgen in der Empfindung“.
Dieses absichtliche, eskapistische 'in-der-Empfindung-Schwelgen' erscheint heute, blickt man auf den Buchmarkt, so aktuell wie nie ‒ zumindest sehen das zahlreiche Feuilletonisten und Literaturkritiker so.
Das Seminar möchte sich ausgehend von dieser Beobachtung den unterschiedlichen Begriffsbestimmungen, -abgrenzungen und Ausformungen des Sentimentalen und Sentimentalischen sowie auch dessen Bewertungen im 18. Jahrhundert und heute widmen. Das Ziel des Seminars ist, in der gemeinsamen Untersuchung von Texten der Empfindsamkeit und des ausgehenden 18. Jahrhunderts einerseits und New Adult/Romance Romanen der Gegenwart andererseits Erkenntnisse über die Texte, deren Zusammenspiel von Literatur und Emotion und deren Bewertung vor dem Hintergrund von Autorschafts-, Erziehungs-, Gender- und Trivialliteraturdebatten zu gewinnen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: PS "Das Sentimentale vom 18. Jahrhundert bis New Adult"".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 16.04.2025 um 23:59 verteilt.
  • Die Anmeldung ist möglich von 10.03.2025, 08:00 bis 14.04.2025, 23:59.