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Seminar: Big Data und die Frage der Berechenbarkeit der Welt: Wissenschaftshistorische, erkenntnistheoretische und ethische Perspektiven - Details

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Big Data und die Frage der Berechenbarkeit der Welt: Wissenschaftshistorische, erkenntnistheoretische und ethische Perspektiven

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsnummer 013
Semester WS 2018/19
Heimat-Einrichtung Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
beteiligte Einrichtungen Philosophie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Do , 18.10.2018 15:45 - 17:15, Ort: 2105 Gebäude D
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Literatur (Auswahl):
• Geiselberger, Heinrich / Moorstedt, Tobias (Hg.): Big Data: Das neue Versprechen der Allwissenheit. 3. Aufl. Berlin: Suhrkamp 2016.
• Mainzer, Klaus: Die Berechnung der Welt. Von der Weltformel zu Big Data. München: C.H. Beck 2014.
• Mayer-Schönberger, Viktor / Cukier, Kenneth: Big Data: Die Revolution, die unser Leben verändern wird. 2. Aufl. München: Redline 2013.
• Pietsch, Wolfgang / Wernecke, Jörg / Ott, Maximilian (Hg.): Berechenbarkeit der Welt? Philosophie und Wissenschaft im Zeitalter von Big Data. Wiesbaden: Springer 2017.
Sonstiges - Nebenfachmodul/Pool (Einzelnachweise durch Schein):
BacMath 710, BacInfo 835, MaMath 712

- Weitere Zuordnungen:
Magister, D Pol, D Phy, D Info, D Math, EF Ethik, EF Philosophie/Ethik

Lehrende

Zeiten

Donnerstag: 15:45 - 17:15, wöchentlich (ab 18.10.2018)

Veranstaltungsort

2105 Gebäude D

Studienbereiche

Kommentar/Beschreibung

Big Data und die Frage der Berechenbarkeit der Welt: Wissenschaftshistorische, erkenntnistheoretische und ethische Perspektiven (Seminar)
„Big Data“ ist in den letzten Jahren zu einem der zentralen Schlagworte im Kontext der digitalen Revolution geworden. „Big Data“ meint dabei in erster Näherung die Sammlung und Auswertung riesiger kaum strukturierter Datenmengen, wobei klassische Formen der Datenverarbeitung aufgrund der Komplexität der Aufgaben u.a. weder technisch noch mathematisch erfolgversprechend sind. Stattdessen werden neue Wege gegangen, um den Anforderungen von Datenumfang, Geschwindigkeit der Datengenerierung und Bandbreite der Datentypen gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wird oft ein „Ende der Theorie“ proklamiert und die bloße Suche nach Korrelationen als Ziel ausgegeben. Ihre Anwendung finden Big-Data-Technologien u.a. in Sozialen Netzwerken, Suchmaschinen, Marketing- und Trendforschungen, Übersetzungsprogrammen, Überwachungssystemen sowie der Industrie 4.0. Besonders öffentlichkeitswirksam wurden und werden beispielsweise der Skandal um Cambridge Analytica, Social Profiling und die Voraussage von Verbrechen oder Epidemien diskutiert.

Aus philosophischer Warte stellen sich im Zusammenhang mit „Big Data“ eine Vielzahl von Fragen, die u.a. erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer, technikphilosophischer oder ethischer Natur sind und in den großen Kontext der Berechenbarkeit der Welt eingebettet sind. Das Seminar widmet sich dem Phänomen „Big Data“ sowohl aus wissenschaftshistorischer als auch aus systematischer Warte und versucht, auf einige dieser Fragen Antworten zu geben. Konkret sollen u.a. folgende Fragen behandelt werden: Welche wissenschaftshistorischen Entwicklungen führten zu „Big Data“? Inwieweit ist die Annahme einer berechenbaren Welt gerechtfertigt? Welche erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen liegen „Big Data“ zugrunde? Inwieweit lässt sich die Komplexität der Welt auf Daten reduzieren? Welche Rolle spielt das Konzept der Kausalität bei „Big Data“? Inwieweit können und dürfen wichtige Entscheidungen automatisiert werden? Welche Auswirkungen hat „Big Data“ auf die menschliche Autonomie?

Teilnehmerzahlen

Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 38