Hauptseminar: Schönheit - Details

Hauptseminar: Schönheit - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Hauptseminar: Schönheit
Untertitel Was sagt eine „empathische KI“ zur Philosophie des Geistes?
Veranstaltungsnummer 004
Semester WS 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 13
Heimateinrichtung Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie
Veranstaltungstyp Hauptseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mittwoch, 14.10.26, 18:00 - 20:00 Uhr 2103 Geb. D (30 Pl.) [PhilSoz]
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Veranstaltung findet online statt / hat Remote-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Empfohlen als Lektüre vor Veranstaltungsbeginn:

Stefanie Voigt, Das Geheimnis des Schönen. Über menschliche Kunst und künstliche Menschen, oder: Wie Bewusstsein entsteht, Münster 2005 (eine interdisziplinär-kognitionswissenschaftliche Studie des Schönheitsempfindens).

Weitere Literatur- und Themenangaben erfolgen im Verlauf der Veranstaltung.

Studienbereiche

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

„Was aber die Schönheit sei, das weiß ich nit“, sagte im 16. Jahrhundert Albrecht Dürer, dem wir einige schöne Zeichnungen verdanken.
Müssten wir da inzwischen nicht schon weitergekommen sein? Wir überblicken doch eine große Tradition von Platon, der die Schönheit in seinem Dialog Symposium unter anderem als Verschmelzung der Seelen und sicheren Weg in den Ideenhimmel preisen ließ, bis hin zum modernen Institute of Aesthetics der Neufundländer Metropole St. John’s, das sich bei näherem Hinsehen als ein Nagelstudio entpuppt. Müssten uns die zahlreichen Schönheitschirurgen unserer Zeit nicht darüber belehren können, was die Schönheit sei? Ganz zu schweigen von der großen Zahl an praktischen wie theoretischen Disziplinen, die sich sonst noch mit jenem Thema befasst haben? Oder hat die heutige Kunst dazu nichts mehr zu sagen, da sie sich vor einiger Zeit programmatisch von der Schönheit verabschiedet hat? Und ist es nicht auffällig, dass sie trotzdem oder gerade deswegen durch die Hintertür der Ideologien und der Werbung wieder in unseren psychischen Haushalt zurückkehrt?
Dass dies nicht ohne Grund geschieht, dafür spricht der enge Zusammenhang, den wir nach wie vor zwischen dem typisch Menschlichem und dem Schönheitsempfinden sehen, weshalb wir Data aus Star Trek malen lassen, wenn er sich und anderen zu beweisen versucht, dass er mehr als eine bloße Maschine ist.
Diese und angrenzende Fragen soll unsere Veranstaltung klären, die sich interdisziplinär im zentralen Grenzgebiet zwischen Kunst- und Kulturwissenschaft, Philosophie und Psychologie bewegt. Anhand der Lektüre klassischer und moderner Texte sowie der Betrachtung beispielhafter Texte und Bilder wollen wir die Probe auf das Exempel machen, ob wir uns am Ende unserem fränkischen Landsmann Dürer anschließen müssen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "WS 2627 Zeitgesteuerte Anmeldung".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich ab 01.09.2026, 00:00.