Übung: Der europäische Vormärz: Politik, Gesellschaft und Kultur zwischen Wiener Kongress und Revolution. - Details

Übung: Der europäische Vormärz: Politik, Gesellschaft und Kultur zwischen Wiener Kongress und Revolution. - Details

Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Übung: Der europäische Vormärz: Politik, Gesellschaft und Kultur zwischen Wiener Kongress und Revolution.
Semester WS 2026/27
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 22
maximale Teilnehmendenzahl 18
Heimateinrichtung Verflechtungsgeschichte Deutschlands mit dem östlichen Europa
Veranstaltungstyp Übung in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Dienstag, 20.10.26, 10:00 - 11:30 Uhr D, 2129
Voraussetzungen Regelmäßige Teilnahme am Unterricht (max. 2 Fehltermine)
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Agnew, Hugh LeCaine. Origins of the Czech National Renascence. Pittsburgh: University of Pittsburgh Press, 1993.
Andics, Hellmut. Das österreichische Jahrhundert: Die Donaumonarchie 1804–1900. Wien: Austriaca, 1974.
Auty, Robert. „Changing Views on the Role of Dobrovský in the Czech National Revival.“ In The Czech Renascence of the Nineteenth Century, herausgegeben von P. Brock und H. Skilling. Toronto: University of Toronto Press, 1970.
Belchem, J. ‘Orator’ Hunt: Henry Hunt and English Working-Class Politics. Oxford: Oxford University Press, 1985.
Belchem, J. „Radical Language and Ideology in Early Nineteenth-Century England: The Challenge of the Platform.“ Albion 20, Nr. 2 (1988): 247–259.
Berlin, Isaiah. Russian Thinkers. London: Penguin Books, 2013.
Clark, Christopher. Revolutionary Spring: Fighting for a New World, 1848–1849. London: Allen Lane, 2023.
Connelly, John. From Peoples into Nations: A History of Eastern Europe. Princeton: Princeton University Press, 2020.
Csendes, Peter, und Ferdinand Opll. Wien: Geschichte einer Stadt. Bd. 3, Von 1790 bis zur Gegenwart. 3. Aufl. Wien: Böhlau, 2006.
Devine, T. M. Clanship to Crofters’ War: The Social Transformation of the Scottish Highlands. Manchester: Manchester University Press, 1994.
Dinwiddy, J. R. From Luddism to the First Reform Bill. Oxford: Basil Blackwell, 1986.
Drace-Francis, Alex. „Cultural Currents and Political Choices: Romanian Intellectuals in the Banat to 1848.“ Austrian History Yearbook 36 (2005): 65–93.
Evans, Eric J. Parliamentary Reform in Britain, c. 1770–1918. 2. Aufl. Abingdon: Routledge, 2013.
Jedlicki, Jerzy. The Vicious Circle 1832–1864: A History of the Polish Intelligentsia. Teil 2. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2014.
Judson, Pieter. The Habsburg Empire: A New History. Cambridge, MA: Belknap Press, 2016.
Kann, Robert A. A History of the Habsburg Empire 1526–1918. Berkeley: University of California Press, 1974.
Krueger, Rita. Czech, German, and Noble: Status and National Identity in Habsburg Bohemia. New York: Oxford University Press, 2009.
May, Arthur J. The Age of Metternich, 1814–1848. New York: Holt, Rinehart and Winston, 1966.
Osterkamp, Jana. „Imperial Diversity in the Village: Petitions for and Against the Division of Galicia in 1848.“ Nationalities Papers 44, Nr. 5 (2016): 731–747.
Palmer, Alan. Metternich: Councillor of Europe. London: Phoenix Giant, 1997.
Poole, Robert. Peterloo: The English Uprising. Oxford: Oxford University Press, 2019.
Rudnytsky, Ivan L. „The Ukrainians in Galicia under Austrian Rule.“ Austrian History Yearbook 3, Nr. 2 (1967): 394–429.
Siemann, Wolfram. Metternich: Staatsmann zwischen Restauration und Moderne. München: C. H. Beck, 2010.
Siemann, Wolfram. Metternich. Stratege und Visionär. Eine Biographie. München: C. H. Beck, 2016.
Sperber, Jonathan. Revolutionary Europe 1780–1850. 2. Aufl. London: Routledge, 2017.
Thompson, E. P. The Making of the English Working Class. London: Penguin, 1963.
Trevor-Roper, Hugh. „The Highland Tradition of Scotland.“ In The Invention of Tradition, herausgegeben von Eric Hobsbawm und Terence Ranger, 15–41. Cambridge: Cambridge University Press, 1983.
Wolff, Larry. The Idea of Galicia: History and Fantasy in Habsburg Political Culture. Stanford: Stanford University Press, 2010.
Sonstiges Sprechstunde: Dienstag, 13.00 bis 15.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Räume und Zeiten

D, 2129

  • Dienstag, 10:00 - 11:30, Wöchentlich (ab dem 20.10.26)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Prüfungsform: Für das Modul GES-5080: Portfolioprüfung. Für alle anderen Module: Hausarbeit. Prüfungsdauer 2 Wochen. Prüfungsumfang: 8-12 Seiten (exkl. Deckblatt und Literaturverzeichnis). Bitte die jeweilige Prüfungsordnung beachten.
Der europäische Vormärz (1815–1848) war eine Epoche tiefgreifender gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Umbrüche in Europa – von Großbritannien bis Ungarn. Die Industrialisierung und der Eisenbahnbau beschleunigten Wirtschaft, Kommunikation und Mobilität, führten jedoch zugleich zu sozialen Problemen wie Armut, Arbeitslosigkeit und Hungersnöten, besonders während der „Hungry Forties“. Politisch dominierte nach dem Wiener Kongress ein konservatives, monarchisch geprägtes System, das durch Zensur und die Unterdrückung liberaler sowie nationaler Bewegungen gekennzeichnet war. Dennoch erstarkten nach 1815 nationale Identitäten und eine zunehmend politisierte Öffentlichkeit, die sich durch Presse, Vereine, Salons und Literatur formierte und soziale wie politische Teilhabe, Verfassungen sowie teilweise bessere Arbeitsbedingungen forderte. Autoren wie Franz Grillparzer, Johann Nestroy, Georg Büchner oder Heinrich Heine griffen soziale Missstände und politische Repression literarisch auf. Wiederkehrende Proteste und Aufstände – etwa Bauernunruhen in Galizien oder revolutionäre Bewegungen in Italien, Polen und Frankreich – machten die Krise der alten Ordnung bereits vor 1848 deutlich. Die Spannungen zwischen Restauration und Reform mündeten schließlich im „europäischen Frühling“ der Revolutionen von 1848, der nahezu den gesamten Kontinent erfasste. In dieser Übung setzen wir uns detailliert mit dem kulturellen, geistigen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben Europas in der Zeit zwischen dem Wiener Kongress 1815 und den Revolutionen von 1848 auseinander.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "VDOE_WiSe2627_Ü_Ersti".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 16.10.2026 um 02:00 verteilt.
  • Diese Regel gilt von 12.10.2026 13:00 bis 15.10.2026 23:59.
    Folgende Bedingung muss zur Anmeldung erfüllt sein:
    Fachsemester ist 1
  • Die Anmeldung ist möglich von 12.10.2026, 13:00 bis 15.10.2026, 23:59.
  • Die Anmeldung zu maximal 1 Veranstaltungen des Anmeldesets ist erlaubt.
Veranstaltungszuordnung: