Hauptseminar: HS/Ü (MA): Zeitgenössische Dystopien - Details

Hauptseminar: HS/Ü (MA): Zeitgenössische Dystopien - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Hauptseminar: HS/Ü (MA): Zeitgenössische Dystopien
Semester SS 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 13
erwartete Teilnehmendenanzahl 35
Heimat-Einrichtung Vergleichende Literaturwissenschaft/ Europäische Literaturen
Veranstaltungstyp Hauptseminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Dienstag, 05.05.2026 15:45 - 17:15, Ort: (Y-1002/1003)
Veranstaltung findet in Präsenz statt / hat Präsenz-Bestandteile Ja
Hauptunterrichtssprache deutsch
Literaturhinweise Baccolini, Raffaella; Moylan, Tom (Hg.): Dark Horizons. Science Fiction and the Dystopian Imagination. New York, London: Routledge, 2003.
Claeys, Gregory (Hg.): The Cambridge Companion to Utopian Literature. Cambridge: Cambridge UP, 2011.
Claeys, Gregory, Dystopia: A Natural History. A Study of Modern Despotism, Its Antecedents, and Its Literary Diffractions. Oxford: Oxford University Press, 2017.
Layh, Susanna: Finstere neue Welten. Gattungsparadigmatische Transformationen der literarischen Utopie und Dystopie. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2014.
Moylan, Tom: Scraps of the Untainted Sky. Science Fiction, Utopia, Dystopia. Boulder, Oxford: Westview Press, 2000.

Räume und Zeiten

(Y-1002/1003)
Dienstag: 15:45 - 17:15, wöchentlich (13x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Im 20. Jh. wird die Dystopie in Gestalt der literarischen Darstellung von Gesellschaften, die noch ‚schlechter‘ sind als die jeweils zeitgenössischen zur vorherrschenden literarischen Ausdrucksform für politische, sozialkritische und ethische Bedenken und Warnungen. Mittlerweile kanonische Dystopien wie Jewgenij Samjatins „My/Wir“ (1920), Aldous Huxleys „Brave New World“ (1932) und George Orwells „Nineteen Eighty-Four“ (1949) extrapolieren sozio-politische Ereignisse und Tendenzen, die die kontemporäre Gegenwart in eine diesen fiktiven Gesellschaftsentwürfen ähnliche Zukunft verwandeln könnten. Durch die dystopische Fiktionalisierung des Zeitgeschehens als Stilmittel der Verfremdung wird ein kritischer Blick auf die jeweils gegenwärtige Weltlage gerichtet, deren potentielle Entwicklung weitergedacht und literarisch durchgespielt. Die Dystopie als appellatives Was-Wäre-Wenn-Narrativ erweist sich damit als ein zeitdiagnostisches wie prognostisches kulturelles Instrument. So ist vieles, was einst in der dystopischen Literatur imaginiert wurde, mittlerweile längst Teil der empirischen Wirklichkeit Die neuerliche Hochkonjunktur der Dystopie im 21. Jahrhundert findet vielfältigen kulturellen Ausdruck im Film, in TV-Serien, als Theaterinszenierung, in der Populärmusik etc., zeigt sich aber auch gerade in der letzten Dekade in einer Flut an literarischen Neuerscheinungen. Wie trägt die dystopische Gegenwartsliteratur den politischen, sozialen, ökonomischen, ökologischen und technologischen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts Rechnung? In welcher Form werden dabei die Themen, Ideen, Narrationsmuster und poetologischen Charakteristika der prominenten Vorgängerwerke aufgegriffen wie aktualisiert? Wie verändert sich dadurch das dystopisch Gattungsparadigma? Vor dem Hintergrund solcher Fragen untersuchen und diskutieren wir im Seminar repräsentative, aktuelle Romanbeispiele.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Reguläre Anmeldephase SoSe 2026".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 02.03.2026, 00:00 bis 06.04.2026, 23:59.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.